Persönliche Homepage

Im Zuge der Digitalisierung verändert sich auch die Art, wie wir uns potenziellen Arbeitgebern präsentieren. Viele Führungspersonen und HR Abteilungen aus den verschiedensten Branchen legen heute grossen Wert auf einen professionellen Auftritt im Web. Es entsteht der Begriff „Personal Brand“. Wie entwickelt man die eigene Marke? Grundsätzlich geht es darum, dass man gefunden wird. Der Name soll in den Hinterköpfen der Leute in den entsprechenden Zielgruppen sein. Sobald man die Leute dann im realen Leben auf Messen, Vorträgen oder ganz einfach im öffentlichen Verkehr trifft, hat man es viel einfacher Networking zu betreiben. Der Aufbau einer eigenen Marke überfordert aber viele Arbeitnehmer. Oft fehlt dazu das nötige technische Know-How und in der Folge auch der innere Antrieb.

Es entstehen Fragen wie:

  • Was ist eine persönliche Homepage?
  • Brauch ich eine?
  • Wie erstelle ich sie?
  • Was kostet mich das?
  • etc.

Dabei ist die Erstellung einer eigenen perönlichen Homepage heute so einfach wie nie zuvor. Mit nur wenigen Schritten kann man schon ansprechende Resultate erreichen. Populäre CMS (Content Management Systeme) wie WordPress, Joomla, Drupal, Magento oder Blogger, erlauben es dem Anwender, ohne irgendwelche Programmierkenntnisse die eigene Webseite aufzubauen und aktuell zu halten.

Trotzdem gibt es gewisse Dinge die man beachten sollte:

  • Eigene Domain
  • Vertrauenswürdiger Hosting Anbieter
  • https
  • Auswahl populärer Themes & Designs
  • SEO (Suchmaschinenoptimierung)

Im Folgenden werde ich kurz auf die angesprochenen Punkte eingehen:

Eigene Domain

Was ist überhaupt eine Domain?

Eine Domain (von englisch domain [də(ʊ)ˈmeɪn] ‚Bereich‘, ‚Domäne‘) ist ein zusammenhängender Teilbereich des hierarchischen Domain Name System (DNS).

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Domain_(Internet)

Ein Beispiel für eine Domain ist „wikipedia.org“. Sie ist schlussendlich Teil der Adresse, mit der man ihre Seite im Web findet (Bsp. www.wikipedia.org).

Bei vielen CMS lassen sich gratis Homepages erstellen. Diese haben allerdings den Nachteil, dass in ihrer Webadresse dann unerwünschte Zusätze angefügt werden (Bsp. patrick-hirschi.wordpress.com). Genau diese Zusätze lassen die eigene Homepage schon weniger professionell aussehen. Es lohnt sich also, ein bisschen Geld zu investieren, damit man eine eigene Domain besitzt.

Bei Anbietern wie z.B. Hostpoint (grösster Webhosting Anbieter der Schweiz mit Hauptsitz in Rapperswil-Jona) kann man die Verfügbarkeit von Domains überprüfen und im Anschluss die eigene Wunschdomain erwerben (https://www.hostpoint.ch/domains/domains.html).

Es macht Sinn, dass man bei persönlichen Homepages eine Domain mit dem eigenen Namen versucht zu erwerben. Dies aus dem Grund, dass wenn jemand auf Google nach ihrem Namen sucht, dass Sie dann auch gefunden werden.
Aktuell können diese Domains bei Hostpoint zum Sonderpreis von 5.-/Jahr erworben werden. Der Preis variiert je nach Domain. Der normale Marktpreis liegt Anfang 2019 bei 15.-/Jahr.

Vertrauenswürdiger Hosting Anbieter

…und was zum Geier ist denn das schon wieder?

Ein Hosting-Provider bietet und betreibt Internet-Hosting-Dienste und die dafür notwendige Infrastruktur für Angebote seiner Kunden im Internet.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Hosting

Ein Hosting Anbieter stellt also einen Webserver bereit, bei dem man sich für einen jährlich anfallenden Betrag einmieten kann. Auf diesem Webserver kann man dann jegliche Daten der persönlichen Homepage ablegen und so im Web über die gekaufte Domain verfügbar machen. Meistens gibt es Komplettpakete mit einer festdefinierten Speichergrösse (z.B. 50 GB), einer bestimmten Anzahl mySQL Datenbanken und der Möglichkeit auch eigene Mail Accounts, wie auch eine SSL Verschlüsselung für die persönliche Homepage einzurichten. Die SSL Verschlüsselung führt uns zum nächsten Thema.

HTTPS

HTTPS (Hypertext Transfer Protocol Secure) ist ein abhörsicheres Kommunikationsprotokoll im Web. Es wird für die Herstellung von Vertraulichkeit und Integrität im Web verwendet. Adressen mit https (z.B. https://patrick-hirschi.ch) werden von Browsern wie zum Beispiel Mozilla oder Internet Explorer als sicher dargestellt (grünes Schloss in der Adresszeile).

Dies hat einen grossen Einfluss darauf, wie ihre Webseite wahrgenommen wird. Bei der Erstellung der persönlichen Webseite kann konfiguriert werden, dass auch bei einer Eingabe von nur http (ohne „s“) https forciert wird.

Auswahl populärer Themes & Designs

Bei der Nutzung eines CMS Systems wie WordPress oder Joomla ist es wichtig, dass Sie sich für ein populäres Theme oder Design für Ihre Webseite entscheiden. Meist steht das letzte Aktualisierungsdatum beim Download dabei, wodurch man schnell erkennen kann, ob da noch jemand daran arbeitet. Die CMS Systeme bringen regelmässig neue Versionen auf den Markt, die plötzlich nicht mehr mit einem alten Theme oder Design kompatibel sind. Dann brauchen sie entweder tiefe Programmierkenntnisse um das Design/Theme anzupassen, oder aber sie müssen auf ein anderes umsteigen.

SEO (Suchmaschinenoptimierung)

SEO ist wahrscheinlich das am meisten verwendete Wort in der Webentwicklung. Was bringt ihre Seite, wenn sie nicht gefunden wird? Google verwendet sogenannte Crawlers, die regelmässig das Netz durchstöbern und Seiten indexieren. Je nachdem wie vertrauenswürdig und relevant ihre Seite eingestuft wurde, erscheint sie dann weiter oben oder weiter unten bei einer entsprechenden Suchabfrage auf Google. Es gibt bei den bekannten CMS Systeme viele Plugins, die ihnen helfen SEO optimierten Inhalt zu schreiben. Dabei gibt es viele Faktoren wie zum Beispiel Artikelname, Artikellänge, Excerpts (Abstracts), Ladezeiten, Kategorien und Schlagwörter etc.

Damit ihre Seite auf Google überhaupt gefunden und indexiert werden kann, sollten sie diese in der Google Search Console anmelden (https://search.google.com/search-console/about?hl=de). Dabei können sie Google auch helfen und eine sogenannte sitemap.xml mithochladen. Darin enthalten ist die Struktur ihrer Webseite.

10 Schritte zur Erstellung ihrer persönlichen Homepage

  1. Domainverfügbarkeit prüfen & Domain kaufen
  2. Hostinganbieter evaluieren und registrieren
  3. CMS Anbieter evaluieren
  4. Applikation des CMS bei Hostpoint auf ihrer Domain installieren
  5. Seite im CMS bearbeiten
  6. Inhaltsseiten erstellen
  7. Backup Jobs einrichten
  8. SEO Plugins installieren & aktivieren
  9. Seite bei der Google Search Console anmelden
  10. Google Analytics Code einrichten und aktivieren

Ich werde nun diese Schritte anhand des Hostinganbieters Hostpoint und dem CMS WordPress beschreiben.

Schritt 1: Auf der Seite https://www.hostpoint.ch/domains/domains.html können sie ihre Wunschdomain auf ihre Verfügbarkeit prüfen und auch über den Hostinganbieter Hostpoint kaufen.

Überprüfung der Domain meine-wunschdomain.ch auf hostpoint.ch/domains/domains.html

Schritt 2: Hosting Angebot auswählen (https://www.hostpoint.ch/webhosting/webhosting.html).

Für eine persönliche Homepage reicht das Standard Abonnement vollkommen aus. Es gäbe hier auch viele billigere Alternativen als Hostpoint, aber es lohnt sich halt meistens trotzdem beim grössten Anbieter zu sein. Ausserdem dauert es ja vielleicht gar nicht allzu lange, bis zu ihrem nächsten Projekt. Mit dem Standard Paket können sie noch 9 weitere Domains mit dem gleichen Abonnement hosten.

Schritt 3 & 4: Wenn sie ihre Domain über ihr Hostpoint Abo gekauft haben ist sie automatisch schon bei Hostpoint gehostet. Im Control Panel von Hostpoint können Sie unter Webseiten -> Applikationen -> Verfügbare Applikationen (https://admin.hostpoint.ch/customer/Application/Overview) ihr Wunsch CMS direkt auf ihrer Domain installieren.

Verfügbare Applikationen bei Hostpoint

In diesem Beispiel entscheiden wir uns für WordPress 5 und installieren die Applikation auf meiner Domain patrick-hirschi.ch.

WordPress 5 Installation

Alle weiteren Konfigurationsschritte für ihre Homepage können dann direkt auf ihrer WordPress Installation geschehen. Dazu loggen sie sich mit den von Hostpoint generierten Anmeldedaten unter der URL http://meine-wunschdomain.ch/wp-login.php ein.

Schritte 5 & 6: Unter Design -> Themes können sie sich für ein Theme ihrer Wahl entscheiden und dieses verwenden.

Auswahl eines Themes

Unter Beiträge können sie ihre Blogbeiträge erstellen und bearbeiten.

Schritt 7: Es lohnt sich Backup Jobs für ihre Webseite einzurichten. Dadurch werden periodisch alle ihre Inhalte gesichert und an einem Netzwerkort ihrer Wahl (z.B. Dropbox) abgelegt. Das Plugin „UpdraftPlus Backup/Restore“ ist dafür sehr gut geeignet. Plugins installieren sie unter Plugins -> Installieren.

Plugins installieren

Schritt 8: Das Plugin „The SEO Framework“ ist gut geeignet für die SEO Optimierung ihrer Blogartikel. So kann man Titellänge, Beschreibung und weitere Dinge effizient und einfach für die Google Suche optimieren.

The SEO Framework Plugin

Schritt 9: Durch die Anmeldung ihrer Seite bei der Google Search Console (https://search.google.com/search-console/about?hl=de) können sie Google helfen, ihre Seite besser zu indexieren. Dazu erstellen sie für jede Version ihrer Homepage eine eigene Property.

Google Search Console – Property hinzufügen

Für ihre Wunschdomain würden sie also folgende Properties erstellen:

  • http://www.meine-wunschdomain.ch
  • https://www.meine-wunschdomain.ch
  • http://meine-wunschdomain.ch
  • https://meine-wunschdomain.ch

In der Search Console werden ihnen dann verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, wie sie ihre Properties bestätigen lassen können. Auch haben sie die Möglichkeit eine Sitemap ihrer Homepage hochzuladen, damit Google weiss, wie es ihre Seite am besten crawlen soll.

Schritt 10: Nun sind sie praktisch fertig. Im letzten Schritt interessiert es sie natürlich brennend, wann wieviele Leute ihre Seite aufgerufen haben, was ihr Google Suchbegriff war, welche Seiten am meisten besucht wurden usw. Dafür registrieren sie sich abschliessend noch mit ihrer Domain bei Google Analytics (https://analytics.google.com/analytics/web/). Sie erhalten so einen Google Analytics Tracking Code. Durch die Installation der Plugins „GA Google Analytics“ und „Google Analytics Dashboard for WP (GADWP)“ können sie jederzeit die aktuellsten Statistiken in ihrem WordPress Dashboard einsehen:

Google Analytics Statistiken

Geschafft!!!

Die Gesamtkosten belaufen sich also auf 15.-/Jahr für die Domain und ca. 150.-/Jahr für ihr Hosting. Aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen aber sagen, dass sich das für sie in mehreren Bereichen ihres Leben mehr als auszahlen wird.

Ich wünsche Ihnen viel Spass und Erfolg mit ihrer eigenen persönlichen Webseite.

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