Persönliche Homepage

Im Zuge der Digitalisierung verändert sich auch die Art, wie wir uns potenziellen Arbeitgebern präsentieren. Viele Führungspersonen und HR Abteilungen aus den verschiedensten Branchen legen heute grossen Wert auf einen professionellen Auftritt im Web. Es entsteht der Begriff „Personal Brand“. Wie entwickelt man die eigene Marke? Grundsätzlich geht es darum, dass man gefunden wird. Der Name soll in den Hinterköpfen der Leute in den entsprechenden Zielgruppen sein. Sobald man die Leute dann im realen Leben auf Messen, Vorträgen oder ganz einfach im öffentlichen Verkehr trifft, hat man es viel einfacher Networking zu betreiben. Der Aufbau einer eigenen Marke überfordert aber viele Arbeitnehmer. Oft fehlt dazu das nötige technische Know-How und in der Folge auch der innere Antrieb.

Es entstehen Fragen wie:

  • Was ist eine persönliche Homepage?
  • Brauch ich eine?
  • Wie erstelle ich sie?
  • Was kostet mich das?
  • etc.

Dabei ist die Erstellung einer eigenen perönlichen Homepage heute so einfach wie nie zuvor. Mit nur wenigen Schritten kann man schon ansprechende Resultate erreichen. Populäre CMS (Content Management Systeme) wie WordPress, Joomla, Drupal, Magento oder Blogger, erlauben es dem Anwender, ohne irgendwelche Programmierkenntnisse die eigene Webseite aufzubauen und aktuell zu halten.

Trotzdem gibt es gewisse Dinge die man beachten sollte:

  • Eigene Domain
  • Vertrauenswürdiger Hosting Anbieter
  • https
  • Auswahl populärer Themes & Designs
  • SEO (Suchmaschinenoptimierung)

Im Folgenden werde ich kurz auf die angesprochenen Punkte eingehen:

Eigene Domain

Was ist überhaupt eine Domain?

Eine Domain (von englisch domain [də(ʊ)ˈmeɪn] ‚Bereich‘, ‚Domäne‘) ist ein zusammenhängender Teilbereich des hierarchischen Domain Name System (DNS).

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Domain_(Internet)

Ein Beispiel für eine Domain ist „wikipedia.org“. Sie ist schlussendlich Teil der Adresse, mit der man ihre Seite im Web findet (Bsp. www.wikipedia.org).

Bei vielen CMS lassen sich gratis Homepages erstellen. Diese haben allerdings den Nachteil, dass in ihrer Webadresse dann unerwünschte Zusätze angefügt werden (Bsp. patrick-hirschi.wordpress.com). Genau diese Zusätze lassen die eigene Homepage schon weniger professionell aussehen. Es lohnt sich also, ein bisschen Geld zu investieren, damit man eine eigene Domain besitzt.

Bei Anbietern wie z.B. Hostpoint (grösster Webhosting Anbieter der Schweiz mit Hauptsitz in Rapperswil-Jona) kann man die Verfügbarkeit von Domains überprüfen und im Anschluss die eigene Wunschdomain erwerben (https://www.hostpoint.ch/domains/domains.html).

Es macht Sinn, dass man bei persönlichen Homepages eine Domain mit dem eigenen Namen versucht zu erwerben. Dies aus dem Grund, dass wenn jemand auf Google nach ihrem Namen sucht, dass Sie dann auch gefunden werden.
Aktuell können diese Domains bei Hostpoint zum Sonderpreis von 5.-/Jahr erworben werden. Der Preis variiert je nach Domain. Der normale Marktpreis liegt Anfang 2019 bei 15.-/Jahr.

Vertrauenswürdiger Hosting Anbieter

…und was zum Geier ist denn das schon wieder?

Ein Hosting-Provider bietet und betreibt Internet-Hosting-Dienste und die dafür notwendige Infrastruktur für Angebote seiner Kunden im Internet.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Hosting

Ein Hosting Anbieter stellt also einen Webserver bereit, bei dem man sich für einen jährlich anfallenden Betrag einmieten kann. Auf diesem Webserver kann man dann jegliche Daten der persönlichen Homepage ablegen und so im Web über die gekaufte Domain verfügbar machen. Meistens gibt es Komplettpakete mit einer festdefinierten Speichergrösse (z.B. 50 GB), einer bestimmten Anzahl mySQL Datenbanken und der Möglichkeit auch eigene Mail Accounts, wie auch eine SSL Verschlüsselung für die persönliche Homepage einzurichten. Die SSL Verschlüsselung führt uns zum nächsten Thema.

HTTPS

HTTPS (Hypertext Transfer Protocol Secure) ist ein abhörsicheres Kommunikationsprotokoll im Web. Es wird für die Herstellung von Vertraulichkeit und Integrität im Web verwendet. Adressen mit https (z.B. https://patrick-hirschi.ch) werden von Browsern wie zum Beispiel Mozilla oder Internet Explorer als sicher dargestellt (grünes Schloss in der Adresszeile).

Dies hat einen grossen Einfluss darauf, wie ihre Webseite wahrgenommen wird. Bei der Erstellung der persönlichen Webseite kann konfiguriert werden, dass auch bei einer Eingabe von nur http (ohne „s“) https forciert wird.

Auswahl populärer Themes & Designs

Bei der Nutzung eines CMS Systems wie WordPress oder Joomla ist es wichtig, dass Sie sich für ein populäres Theme oder Design für Ihre Webseite entscheiden. Meist steht das letzte Aktualisierungsdatum beim Download dabei, wodurch man schnell erkennen kann, ob da noch jemand daran arbeitet. Die CMS Systeme bringen regelmässig neue Versionen auf den Markt, die plötzlich nicht mehr mit einem alten Theme oder Design kompatibel sind. Dann brauchen sie entweder tiefe Programmierkenntnisse um das Design/Theme anzupassen, oder aber sie müssen auf ein anderes umsteigen.

SEO (Suchmaschinenoptimierung)

SEO ist wahrscheinlich das am meisten verwendete Wort in der Webentwicklung. Was bringt ihre Seite, wenn sie nicht gefunden wird? Google verwendet sogenannte Crawlers, die regelmässig das Netz durchstöbern und Seiten indexieren. Je nachdem wie vertrauenswürdig und relevant ihre Seite eingestuft wurde, erscheint sie dann weiter oben oder weiter unten bei einer entsprechenden Suchabfrage auf Google. Es gibt bei den bekannten CMS Systeme viele Plugins, die ihnen helfen SEO optimierten Inhalt zu schreiben. Dabei gibt es viele Faktoren wie zum Beispiel Artikelname, Artikellänge, Excerpts (Abstracts), Ladezeiten, Kategorien und Schlagwörter etc.

Damit ihre Seite auf Google überhaupt gefunden und indexiert werden kann, sollten sie diese in der Google Search Console anmelden (https://search.google.com/search-console/about?hl=de). Dabei können sie Google auch helfen und eine sogenannte sitemap.xml mithochladen. Darin enthalten ist die Struktur ihrer Webseite.

10 Schritte zur Erstellung ihrer persönlichen Homepage

  1. Domainverfügbarkeit prüfen & Domain kaufen
  2. Hostinganbieter evaluieren und registrieren
  3. CMS Anbieter evaluieren
  4. Applikation des CMS bei Hostpoint auf ihrer Domain installieren
  5. Seite im CMS bearbeiten
  6. Inhaltsseiten erstellen
  7. Backup Jobs einrichten
  8. SEO Plugins installieren & aktivieren
  9. Seite bei der Google Search Console anmelden
  10. Google Analytics Code einrichten und aktivieren

Ich werde nun diese Schritte anhand des Hostinganbieters Hostpoint und dem CMS WordPress beschreiben.

Schritt 1: Auf der Seite https://www.hostpoint.ch/domains/domains.html können sie ihre Wunschdomain auf ihre Verfügbarkeit prüfen und auch über den Hostinganbieter Hostpoint kaufen.

Überprüfung der Domain meine-wunschdomain.ch auf hostpoint.ch/domains/domains.html

Schritt 2: Hosting Angebot auswählen (https://www.hostpoint.ch/webhosting/webhosting.html).

Für eine persönliche Homepage reicht das Standard Abonnement vollkommen aus. Es gäbe hier auch viele billigere Alternativen als Hostpoint, aber es lohnt sich halt meistens trotzdem beim grössten Anbieter zu sein. Ausserdem dauert es ja vielleicht gar nicht allzu lange, bis zu ihrem nächsten Projekt. Mit dem Standard Paket können sie noch 9 weitere Domains mit dem gleichen Abonnement hosten.

Schritt 3 & 4: Wenn sie ihre Domain über ihr Hostpoint Abo gekauft haben ist sie automatisch schon bei Hostpoint gehostet. Im Control Panel von Hostpoint können Sie unter Webseiten -> Applikationen -> Verfügbare Applikationen (https://admin.hostpoint.ch/customer/Application/Overview) ihr Wunsch CMS direkt auf ihrer Domain installieren.

Verfügbare Applikationen bei Hostpoint

In diesem Beispiel entscheiden wir uns für WordPress 5 und installieren die Applikation auf meiner Domain patrick-hirschi.ch.

WordPress 5 Installation

Alle weiteren Konfigurationsschritte für ihre Homepage können dann direkt auf ihrer WordPress Installation geschehen. Dazu loggen sie sich mit den von Hostpoint generierten Anmeldedaten unter der URL http://meine-wunschdomain.ch/wp-login.php ein.

Schritte 5 & 6: Unter Design -> Themes können sie sich für ein Theme ihrer Wahl entscheiden und dieses verwenden.

Auswahl eines Themes

Unter Beiträge können sie ihre Blogbeiträge erstellen und bearbeiten.

Schritt 7: Es lohnt sich Backup Jobs für ihre Webseite einzurichten. Dadurch werden periodisch alle ihre Inhalte gesichert und an einem Netzwerkort ihrer Wahl (z.B. Dropbox) abgelegt. Das Plugin „UpdraftPlus Backup/Restore“ ist dafür sehr gut geeignet. Plugins installieren sie unter Plugins -> Installieren.

Plugins installieren

Schritt 8: Das Plugin „The SEO Framework“ ist gut geeignet für die SEO Optimierung ihrer Blogartikel. So kann man Titellänge, Beschreibung und weitere Dinge effizient und einfach für die Google Suche optimieren.

The SEO Framework Plugin

Schritt 9: Durch die Anmeldung ihrer Seite bei der Google Search Console (https://search.google.com/search-console/about?hl=de) können sie Google helfen, ihre Seite besser zu indexieren. Dazu erstellen sie für jede Version ihrer Homepage eine eigene Property.

Google Search Console – Property hinzufügen

Für ihre Wunschdomain würden sie also folgende Properties erstellen:

  • http://www.meine-wunschdomain.ch
  • https://www.meine-wunschdomain.ch
  • http://meine-wunschdomain.ch
  • https://meine-wunschdomain.ch

In der Search Console werden ihnen dann verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, wie sie ihre Properties bestätigen lassen können. Auch haben sie die Möglichkeit eine Sitemap ihrer Homepage hochzuladen, damit Google weiss, wie es ihre Seite am besten crawlen soll.

Schritt 10: Nun sind sie praktisch fertig. Im letzten Schritt interessiert es sie natürlich brennend, wann wieviele Leute ihre Seite aufgerufen haben, was ihr Google Suchbegriff war, welche Seiten am meisten besucht wurden usw. Dafür registrieren sie sich abschliessend noch mit ihrer Domain bei Google Analytics (https://analytics.google.com/analytics/web/). Sie erhalten so einen Google Analytics Tracking Code. Durch die Installation der Plugins „GA Google Analytics“ und „Google Analytics Dashboard for WP (GADWP)“ können sie jederzeit die aktuellsten Statistiken in ihrem WordPress Dashboard einsehen:

Google Analytics Statistiken

Geschafft!!!

Die Gesamtkosten belaufen sich also auf 15.-/Jahr für die Domain und ca. 150.-/Jahr für ihr Hosting. Aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen aber sagen, dass sich das für sie in mehreren Bereichen ihres Leben mehr als auszahlen wird.

Ich wünsche Ihnen viel Spass und Erfolg mit ihrer eigenen persönlichen Webseite.

Entscheidungen …und deren Konsequenzen

(Quelle: https://art-sheep.com/23-of-albert-camus-most-beautiful-quotes/)

„Das Leben ist die Summe aller Entscheidungen“ – Albert Camus (1913 – 1960)

Ein Zitat von Anfang des 20. Jahrhunderts, welches heute so aktuell ist wie nie zuvor. Gemäss Verhaltensforschern trifft ein Mensch pro Tag 20‘000 Entscheidungen. Die grosse Mehrheit davon unbewusst.

Bereits kurz nach dem Aufwachen treffen wir unsere ersten Entscheidungen: Stehe ich sofort auf? Bleibe ich liegen? Was zieh ich an? Was frühstücke ich? Wir profitieren dabei viel von unseren Routinen. Viele dieser Fragen müssen wir nicht jeden Tag beantworten. Wir wissen unbewusst, dass wir an einem freien Tag noch liegen bleiben können und an einem Arbeitstag, wann wir spätestens aufstehen müssen, um rechtzeitig auf der Arbeit zu erscheinen.

Was mir bis anhin nicht bewusst war ist, wie gross der Einfluss selbst der kleinsten Entscheidungen auf mein Leben sein kann. Solange ich die Konsequenzen dieser Entscheidungen selbst trage, beunruhigt mich das wenig. Es gibt aber im Laufe der Jahre immer mehr auch Entscheidungen, die Konsequenzen auf meine Mitmenschen haben. Ich frage mich: Wie gehe ich damit um? Habe ich überhaupt das Recht diese Entscheidungen selber zu treffen?

Die vergangenen Festtage haben mir dies verdeutlicht. In den Kaufhäusern kaufen Leute teils planlos teure Geschenke und das Geld fliesst so in grossen Mengen in unsere Wirtschaft. Am Ausgang praktisch jedes grösseren Geschäftes sitzt dann meistens eine bettelnde Person am Boden. Unser Leben verändern wir mit diesen unnötigen Kaufentscheidungen wenig. Würden wir aber alle ein bisschen Kleingeld locker machen, verändern diese Entscheidungen für den Bettler vieles. Sehr vieles.

Mein Vorsatz für 2019 ist es, bewusster und dadurch besser zu entscheiden. Bewusster für mich. Bewusster für andere. Bewusster für alle.

Was ist die „Personal Connected Health Alliance“?

Die Personal Connected Health Alliance (PCHA) ist eine Nonprofit Organisation der HIMSS (Healthcare Information and Management Systems Society). Ziel ist es, dass die Bevölkerung mehr Verantwortung für die eigene Gesundheit und somit einen gesunden Lebenstil übernimmt.

Health is more than healthcare. – PCHA – Mission

Aktuell ist ein Wandel im Gange, der weg von der Prävention und der Behandlung von Krankheiten und hin zu einem gesünderen Lebenstil führen soll.

Personal connected health is about people, not devices. – PCHA – Mission

Wichtig sei, dass all die neu entwickelten Technologien nur sinnvoll sind, wenn sie nahtlos in den Alltag einer Person eingeführt werden können.

Um diese Visionen zu verwirklichen veröffentlicht die PCHA regelmässig „Continua Design Guidelines“. Diese Richtlinien sollen die end-to-end Interoperabilität der verschiedenen Devices (z.B. Wearables wie Fitness Tracker) sicherstellen. Vier Prinzipien werden verfolgt:

  1. Aufwand für den Anwender muss so gering wie möglich sein
  2. Open Source Entwicklungsmodell -> Non-Profit!
  3. Flexibilität
  4. Marktorientiert

Zahlreiche namhafte internationale Unternehmen (wie z.B. Intel, Philips, Samsung oder Roche)  zählt PCHA schon zu seinen Mitgliedern (Mitgliederliste).

Die Richtlinien werden zunehmend eine wichtige Rolle spielen, um bei den diversen mHealth Anwendungen in der Schweiz die Qualität und die Interoperabilität zu garantieren.

(Bildquelle: https://echalliance.com/news/387430/ECHAlliance-named-EXCLUSIVE-GLOBAL-PARTNER-for-the-2018-Connected-Health-Conference.htm)

Kosten im Gesundheitswesen: 12 Punkte Plan

Anfang 2016 wurde vom eidgenössischen Departement des Innern eine Expertengruppe beauftragt Vorschläge auszuarbeiten, welche helfen könnten, die Kostenexplosion im Gesundheitswesen aufzuhalten. Die eingereichten Vorschläge der Expertengruppe wurden in der Folge priorisiert und werden nun geprüft.

1. Experimentierartikel

Kantone und Tarifpartner sollen auch ausserhalb des KRankenversicherungsgesetzes innovative Projekte entwickeln können.

2. Rechnungskopie für die Patienten

Patienten sollen in jedem Fall eine Kopie der Rechnung erhalten, um die abgerechneten Positionen überprüfen zu können.

3. Rechnungskontrolle stärken

Versicherer sollen die Rechnungsprüfung und die Leistungskontrolle systematischer angehen und die verantwortlichen Leistungserbringer im Fehlerfall auch finanziell angehen können.

4. Governance-Konflikt der Kantone reduzieren

Es soll eine unabhängige Tarifgenehmigungsinstanz eingeführt werden.

5. Nationales Tarifbüro

Analog zum stationären Bereich sollen die Tarifpartner auch im ambulanten Bereich verpflichtet werden ein nationales Tarifbüro einzusetzen.

6. Steuerung der Kosten durch Tarifpartner

Leistungserbringer und Versicherer sollen gesetzlich dazu verpflichtet werden, in ihren Tarifverträgen Massnahmen zur Steuerung der Kosten und Leistungen vorzusehen.

7. Pauschalen im ambulanten Bereich

Die TARMED Einzelleistungspositionen sollen vermehrt durch vereinbarte Leistungspauschalen ersetzt werden.

8. Tarifstruktur aktuell halten

Tarifpartner sollen neu auch im ambulanten Bereich dazu verpflichtet werden, Daten an den Bundesrat zu liefern.

9. Beschwerderecht für Versicherer betreffend Spitalliste

Erweiterung des KVG um eine Bestimmung dass Versicherer und ihre Verbände Beschwerden gegen die Spital- und Pflegeheimliste einreichen dürfen.

10. Unabhängige Rechnungskontrollbehörde

Die Rechnungsprüfung der Leistungserbringer durch die Versicherer soll verschärft werden und falls nötig durch eine neu geschaffene, unabhängige Rechnungskontrollbehörde durchgeführt werden.

11. Skaleneffekte in Tarifstruktur

Effizienzgewinne, die durch Skaleneffekte entstehen (z.B. Effizienzgewinne bei der gleichzeitigen Operation von Frakturen mehrerer Finger), sollen in der Tarifstruktur abgebildet und an die Patienten weitergegeben werden.

12. Referenzpreissystem

Bei Medikamenten, die gleich wirken, sollen immer die günstigsten zur Anwendung kommen. Patienten die das teurere Medikament beziehen, müssen die Differenz des Preises zum günstigeren Medikament selbst bezahlen.

Ausführlichere Beschreibungen sind nachzulesen auf admin.ch dem Portal der Schweizer Regierung (Link).

Datenflut 2.0

Daten schlafen nie!

Wir leben im Zeitalter von Big Data, wo sich die Datenmenge praktisch jedes Jahr verdoppelt. Viele Bereiche unseres Lebens sind davon betroffen:

  • Überwachungssysteme
  • Bankdaten
  • Smartphones (Bewegungsdaten, elektronische Kommunikation, Nutzereingaben)
  • Wearables
  • Social Media
  • Smarthomes
  • Erhebungen von Unternehmen

Domo visualisiert die Entwicklung jeweils in aussagekräftigen Infografiken, mit Angaben zu den stündlich angesammelten Daten in sozialen Netzwerken, E-Mail Postfächern und vielen anderen.

90% aller Daten entstanden in den letzten 2 Jahren. Insgesamt 2.5 Quintillionen Bytes pro Tag. Ausgeschrieben: 2’500’000’000’000’000’000’000’000’000’000 Bytes.

Die neuste Version 5.0 dieser Infografik:

(Quelle: Domo)

Nachdem Ich die Infografik gefunden habe, habe ich mich natürlich sofort gefragt, wie das wohl rein auf Gesundheitsdaten bezogen aussieht. Die Suche gestaltete sich allerdings als eher schwierig. Schliesslich stiess ich auf die Zahlen von IDC „International Data Corporation“.

Wenn man die gesamten weltweiten Gesundheitsdaten (153 Exabytes im Jahre 2013) auf den Speicher von Tablets laden wollte, wäre der Stapel 5’500 Meilen hoch.

oder das Ganze hochgerechnet auf 2020

Wenn man die gesamten weltweiten Gesundheitsdaten im Jahre 2020 (2314 Exabytes) auf den Speicher von Tablets laden wollte, wäre der Stapel schon 82’000 Meilen hoch.

Diese Zahl wird weiter stark ansteigen. Die Aufbewahrungspflichten sind zwar oft zeitlich beschränkt, jedoch bewahren die meisten Leistungserbringer die Daten trotzdem für immer auf. Die Anforderungen an den Datenschutz sind dabei sehr streng. Absolut verständlich: Sicherheitslücken können die Leistungserbringer schlussendlich Millionen kosten.

Was ist das „Swiss Personalized Health Network“?

Ausgangslage

Im Jahre 2016 haben das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) und das Bundesamt für Gesundheit (BAG) den Aufbau des sogenannten Swiss Personalized Health Network (SPHN) beauftragt. Das Ziel ist eine national koordinierte Infrastruktur für klinische Daten, insbesondere für Forschungszwecke. Der Auftrag ging an die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW).

Auftrag

Gemäss der Homepage der Initiative (https://www.sphn.ch/de) lautet der genaue Auftrag:

Das SPHN schafft die Voraussetzungen, um den für die Forschung notwendigen Austausch von gesundheitsbezogenen Daten zu ermöglichen.

Das übergeordnete Ziel besteht darin, dank neuen Erkenntnissen ungünstige gesundheitliche Bedingungen präziser vorbeugen und diagnostizieren zu können sowie Krankheiten effizienter und mit weniger Nebenwirkungen zu behandeln.

Viele denken da bereits an einen weiteren zentralistischen Ansatz. SPHN möchte aber die dezentralen Systeme über ein Data Connection Center (DCC, siehe roter Punkt im Bild) interoperabel vernetzen. Für den Datenaustausch sind die gängigen Standards bei gesundheitsbezogenen Daten vorgesehen. Die Architektur ist von Beginn weg darauf ausgelegt, auch öffentliche Gesundheitsdaten integrieren zu können.

(Quelle: https://www.sphn.ch/de/projekte.html)

Organisation

Wie im Organigramm unten ersichtlich ist, wurden alle relevanten Vertreter einbezogen. Hier ein Auszug der wichtigsten Organe und deren Funktionen:

  • National Steering Board (NSB)
    • Strategisches Steuerungsorgan
    • Vertreter aller Nutzergruppen (Unispitäler, BAG, ETH, usw.)
  • Executive Board (EB)
    • Wissenschaftliche und operative Aufgaben
  • International Advisory Board (IAB)
    • Internationaler Beirat
    • Begutachtung von Forschungsgesuchen
    • Berater
  • Management Office (MO)
    • Betrieben von der SAMW
    • Zuständig für die Koordination
  • Data Coordination Center (DCC)
    • Betrieben vom Swiss Institute for Bioinformatics (SIB)
  • ELSI Advisory Group (ELSIag)
    • Zuständig für ethische, rechtliche und soziale Fragen

(Quelle: SBFI)

 

Zeithorizont

Geplant ist der Aufbau für 2017-2020. In erster Linie konzentriert sich SPHN auf öffentliche Institutionen. Später sollen die privaten Spitäler und diverse Player aus der Privatindustrie dazu kommen.

Was will Amazon im Gesundheitsmarkt?

Amazon gründet Krankenkasse

Anfang dieser Woche wurde bekannt, dass Amazon zusammen mit der grössten US-Bank JPMorgan Chase und Warren Buffetts Holdinggesellschaft Berkshire Hathaway in den Gesundheitsmarkt einsteigen will. Das Ziel dieser Zusammenarbeit sei die Gründung einer neuen, unabhängigen und nicht gewinnorientierten Unternehmung. Primär soll die Gesundheitsversorgung der Mitarbeiter dieser drei Grosskonzerne verbessert werden. Die drei Manager Jeff Bezos (Amazon), Investor Warren Buffett und Jamie Dimon (JPMorgan) halten das aktuelle Gesundheitssystem der USA für inneffizient und überteuert.

„Die aufgeblähten Kosten der Gesundheitswirtschaft in den USA wirken wie ein hungriger Bandwurm in der amerikanischen Volkswirtschaft“ – Warren Buffett

Die neue Unternehmung soll technologische Lösungen finden, um Mitarbeitern eine einfachere und kostengünstigere Gesundheitsvorsorge zu bieten. Mit den knapp 1 Mio. Mitarbeitern weltweit sind genügend Ressourcen vorhanden, um das Projekt ernst zu nehmen.

„Unsere drei Unternehmen haben besondere Ressourcen und unserer Ziel ist es, Lösungen zu schaffen, die unseren US-Arbeitnehmer, ihren Familien und potentiell allen Amerikaner zugute kommen“ – Jamie Dimon

(v.l.: Warren Buffett, Jeff Bezos, Jamie Dimon. Quelle: nola)

Börse reagiert sofort

Bereits am Dienstag sackten die Aktien von Unternehmen aus der Gesundheitsindustrie zusammen. Aktien von Krankenversicherer wie zum Beispiel UnitedHealth, Anthem, oder Humana erlitten schwere Verluste. Ebenso betroffen waren der Pharmadienstleister „Express Scripts“ (8 Prozent) und „Pharmacy Benefit Manager“ (PBM), die als Mittler zwischen Arzneimittelherstellern und Grosskunden auftritt.

Was ist möglich?

Seit Monaten gibt es Gerüchte, dass Amazon ins Apothekengeschäft einsteigen könnte. In diversen Bundesstaaten der USA haben sie bereits Lizenzen für den Medikamenten-Grosshandel beantragt. Nach der verabschiedeten Steuerreform wurde die Versicherungspflicht abgeschafft. Obamacare wird wohl mittelfristig abgelöst werden müssen. Die aktuelle Situation der Gesundheitsbranche bietet also viele Möglichkeiten für Amazon, privatwirtschaftliche Lösungen anzubringen. Ob dieser Eingriff den amerikanischen Gesundheitsmarkt aber tatsächlich gleich revolutionieren kann, wird sich zeigen.

Geld verdienen mit persönlichen Gesundheitsdaten

Neuer Markt entsteht

Im Zeitalter von Google, Facebook und Co. ist das Konzept persönliche Daten gegen eine Dienstleistung zu tauschen allgegenwärtig. Die Daten welche bei der Nutzung dieser Dienste gesammelt werden sind für die Anbieter ein Milliardengeschäft. Dabei werden die Daten gar nicht wirklich veräussert. Google zum Beispiel nutzt die Daten, um Werbung gezielter zu platzieren. Das Geld verdient Google von den Firmen, die Ihre Werbung prominent platzieren lassen wollen.

Die Daten umfassen persönliche Angaben, Aktivitäten, besuchte Seiten, Aufenthaltsorte und vieles mehr. Der Anteil von Gesundheitsdaten an diesem riesigen Datentopf ist bis anhin aber noch relativ gering.

Das Potenzial aus wirtschaftlicher Sicht scheint enorm:

«Eine Gesundheitsdaten-Wirtschaft entsteht, und ihr alle werdet damit viel Geld verdienen.» – Jay Olshansky, US-amerikanischer Altersforscher

Möglichkeiten dazu gäbe es genug. Die folgende Infografik der NZZ zeigt, was selbst mit günstigsten Sensoren messbar ist.

(Quelle: NZZ)

Erste Projekte

Neuste Fitnessapps erlauben es Versicherungen Bonis an fleissige Kunden zu verteilen. Bekannte Beispiele sind hier die App der CSS Versicherung „myStep“ sowie die App der Helsana „Helsana+“. Durch sportliche Aktivitäten können Punkte gewonnen werden, die später gegen Bargeld oder Anderes eingetauscht werden können. So wollen die Versicherer ihren Beitrag an die Prävention durch Anreize für einen gesünderen Lebensstil erweitern. Der Nutzen für den Versicherer ist dabei aber weit grösser einzuschätzen als der des Kunden. Aus den gesammelten Daten kann mit relativ geringem Aufwand ein individuelles Risikoprofil erstellt werden, welches die Basis für die errechneten Tarife ist.

Ein weiteres interessantes Projekt ist eine dezentralisierte mobile Plattform, welche Patienten befähigt, die Kontrolle über ihre medizinischen Daten zu haben. Diese Applikation nennt sich Health Wizz (Homepage). Über die Blockchain Technologie sollen Patienten ihre medizinischen Daten von Wearables, Spitälern, Arztpraxen und Laboren aggregieren, organisieren und teilen können. So können sie Ihre Patientenakte zum Beispiel für Forschungszwecke entgeltlich zur Verfügung stellen.

Bedenken bezüglich Datenschutz

Gemäss einer Studie aus Deutschland waren bereits im Jahr 2015 ein Drittel aller Befragten bereit, ihre Gesundheitsdaten an seinen Versicherer zu „verkaufen“. Dennoch herrscht auch Skepsis:

«Doch die Mehrheit von etwa 73 Prozent der Befragten hat Bedenken gegen das Gesundheitstracking. Sie befürchten überwiegend, dass eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes auch eine Beitragserhöhung nach sich ziehen könnte. Vor allem aber besteht auch Sorge hinsichtlich des Datenschutzes. So sind ca. 81 Prozent der Auffassung, dass ihre Daten auch zu anderen Zwecken verwendet werden.» – Datenschutzbeauftragter InfoLink zum Beitrag über die Studie

Kampf gegen antibiotikaresistente Keime

Weniger neue Antibiotika

Gemäss den aktuellsten Zahlen die diese Woche am WEF in Davos präsentiert wurden, ist die Zahl der neu entwickelten Antibiotika seit dem Jahr 2000 gesunken. Um diesem Trend entgegen zu wirken gibt es einen neuen Index, welcher die Massnahmen der Pharmaunternehmen zur Vermeidung der Verbreitung von antibiotikaresistenten Keimen misst (AMR Benchmark). 2018 wurden so 30 Unternehmen unter die Lupe genommen.

(Quelle: Access To Medicine Foundation)

In Europa sterben jedes Jahr um die 25’000 Menschen an solchen Keimen. Weltweit sollen es gar 700’000 Tote pro Jahr sein. Die Pharmaunternehmen selbst haben aktuell aber wenig Anreiz neue Antibiotika zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Die Entwicklung ist kostspielig und die Hürden für die Bewilligung der Medikamente für den Einsatz an Menschen sind schlicht zu gross.

Die Entwicklung neuer Antibiotika ist ein teures Geschäft. Eine Studie der Boston Consulting Group im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums bezifferte die Gesamtkosten – von der Idee bis zur Markteinführung auf rund 700 bis 1100 Millionen Euro. Und das angesichts eines „begrenzten Marktanreizes“, wie Georg Schütte vom BMBF ausführt. (Quelle: Deutschlandfunk.de)

Resistenzen durch falsche Anwendung

Gemäss der Weltgesundheitsorganisation WHO wird nur jedes fünfte Medikament gegen Infektionskrankheiten, welches klinisch getestet wird, dann auch wirklich bewilligt. So wächst die Zahl der Antibiotika welche die Wirkung verlieren schneller an, als die Zahl der neuen Antibiotika auf dem Markt. Umso wichtiger ist es, dass die Patienten sensibilisiert werden, die Medikamente in der richtigen Dosis über die gesamte vom Arzt verschriebene Dauer einzunehmen. Ärzte sollen indes nur noch dann Antibiotika verschreiben, wenn deren Einsatz als wirklich notwendig erachtet wird. Die Realität sieht leider anders aus: Oft werden sogenannte Breitband-Antibiotika verschrieben, welche gegen verschiedenste Erreger eine Wirkung zeigen. Bei diesem grossflächigen Einsatz steigt aber die Wahrscheinlichkeit der Resistenzbildung dieser Krankheitserreger massiv an.

 

Die 3 besten Sport Streaming Seiten

Empfehlung AdBlock Plus

Als Alternative zu den oft teuren Pay-TV Sport Abonnementen um seine Lieblingsmannschaft live zu verfolgen empfehle ich die folgenden drei Sport Streaming Seiten. Das Angebot ist riesig. Die Qualität der Übertragung ist oft sehr gut und ist in vereinzelten Fällen sogar ausreichend, um das Spiel über ein HDMI Kabel auf den Fernseher zu übertragen. Bevor man allerdings das Streaming Vergnügen startet, sollte man unbedingt AdBlock Plus runterladen um viele lästige Popups und andere Werbefenster zu vermeiden.

Top Free Sport Streaming Sites

 

 

Wer nur passiv dabei sein möchte findet auf der Seite https://www.liveticker.com/ alles was er braucht. Man kann eine persönliche Liste aus den interessanten Spielen zusammenstellen und wird minütlich über die Geschehnisse informiert.