Patrick Hirschi

Data Enthusiast

Software Engineer

Tech Lead

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Blog Post

Tag 9: Stave – Whale Watching Andenes – Andøy Friluftssenter

4. August 2022 Urlaub
Tag 9: Stave – Whale Watching Andenes – Andøy Friluftssenter

Endlich war der grosse Tag gekommen. Schon ewig lange freuten wir uns darauf, die sanften Riesen der Ozeane treffen zu dürfen. Dazu hatten wir bereits vor einigen Tagen eine Whale Safari in Andenes gebucht.

Die Safari startete direkt neben dem Leuchtturm von Andenes, den wir natürlich auch noch kurz besuchten.

Man musste fast 2 Stunden früher am Startpunkt eintreffen, da es noch eine Führung durch das Museum gab. Erstaunlicherweise wurden wir beim Eingang sogar auf Schweizerdeutsch begrüsst. Die Welt ist klein!

Im Museum gibt es diverse Exponate zu den hiesigen Walarten und in einem separaten Gebäude ein fast vollständig erhaltenes Skelett eines angespülten Pottwales. Das Skelett ist knapp 16 Meter lang und zeigt eindrücklich, mit was für riesigen Lebewesen man in Kürze Bekanntschaft machen darf.

Nach der Führung und einigen Sicherheitsinstruktionen ging die Fahrt dann los. Der Kapitän führte uns gut 20 Kilometer ins Meer hinaus, wo das Meer zeitweise bereits 1‘800 Meter tief war. Dies dank einer einzigartigen Gesteinsformation unter Wasser, dem Bleik Canyon. Nirgendwo sonst in Europa ist der Weg von der Küste zum Rand des Kontinentalschelfs kürzer als hier.

Quelle: http://www.happyonion.shop/blog/

Die Pottwale jagen in dieser Region gerne nach Tintenfischen. Aufgrund der speziellen Formationen des Canyons, gibt es hier auch nahe der Oberfläche extrem nährstoffreiches Wasser. Zwischen 30 und 120 Pottwale (ausschlieslich männliche) halten sich das ganze Jahr über hier auf. Die Weibchen und ihre Jungtiere bevorzugen gemässigtere Regionen weiter südlich. Gegenden, in denen eine wärmere Wassertemperatur herrscht und grundsätzlich weniger Orcas – den einzigen natürlichen Feinden der Pottwale – vorkommen.

Pottwale lassen sich dank ihrer individuellen Schwanzflosse eindeutig erkennen. Je nach Individuum unterscheiden sie sich durch Form, Pigmentflecken oder gar Bissspuren von Orcas. Im Museum gibt es ein Buch, wo alle bereits gefundenen katalogisiert sind.

Nach dem halbstündigen, sehr windigen und teilweise regnerischen Rausfahren, fuhr der Kapitän nun langsamer. Mittels spezieller Hydrophone (Unterwasser-Mikrofone) kann er die Wale sehr genau aufspüren.

Ein Tauchgang der Pottwale dauert im Schnitt zwischen 35 bis 45 Minuten. Sie können aber über 2 Stunden unter Wasser bleiben und erreichen dabei auch schnell mal Tiefen von bis zu 3000 Metern. Auch wenn man Wale an einem Ort im Meer über das Hydrophon hört, weiss man trotzdem noch nicht genau wann und wo sie auftauchen. Es erleichtert die Suche aber trotzdem massiv!

Schlussendlich konnten wir 3 Walsichtungen in 3 Stunden vermelden. Wir glauben, dass es sich um zwei verschiedene Pottwale handelte. Bei zwei der drei Sichtungen sah die Schwanzflosse identisch aus. Hier die von der Kamera abfotografierten Bilder:

Ebenso gelang es uns ein Kurzvideo mit dem iPhone aufzunehmen. Darauf ist ein Atemstoss und dann das Abtauchen der Schwanzflosse zu erkennen. Ein unglaubliches und unvergessliches Gefühl diesen wunderschönen Tieren so nahe gekommen zu sein.

Überwältigt von den Eindrücken fuhren wir dann zurück in den Hafen und starteten, gestärkt durch eine Pizza im Restaurant, zur Fahrt ins heutige Camp.

Das Camp ist erhöht am Fusse einer Bergkette gelegen und bietet uns hoffentlich gute Chancen einen Elch zu sehen.

Auf jeden Fall konnten wir heute das erste Mal Moltebeeren („Cloudberries“) kosten.

Später am Abend, oder gar in der Nacht, wollen wir mal auf Elch-Sightseeing gehen. Vielleicht haben wir ja Glück!

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